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Was ist Pasteurisierung?

Erfahren Sie, was Pasteurisierung bedeutet und wie das Verfahren in der Saft-Produktion abläuft.

Es steht auf den meisten Milchflaschen, wird aber auch bei Fruchtsaft als Verfahren angewandt: Pasteurisiert. Doch was genau bedeutet das? Wie das Verfahren abläuft und welchen Einfluss das kurzzeitige Erhitzen auf die Mikroorganismen und damit den Saft hat, erklären wir Ihnen hier. Vornehmlich werden wir das Pasteurisieren in Bezug auf Saft erklären, aber auch andere Lebensmittel wie Wein, Bier und die bereits genannte Milch werden mit diesem Verfahren haltbar gemacht.

Pasteurisieren des Saftes: Was es bedeutet

Pasteurisierung, oder auch Pasteurisation, ist die kurzzeitige Erhitzung bestimmter Lebensmittel auf 60-90°C zur Abtötung von Mikroorganismen. Das Pasteurisieren als Verfahren wurde von Louis Pasteur erfunden, der auch der Namensgeber des Verfahrens ist. Er erkannte im 19. Jahrhundert, dass durch kurzzeitiges Erhitzen die meisten Mikroorganismen abgetötet werden und die Lebensmittel länger haltbar sind - ohne eine wesentliche Veränderung der Produkteigenschaften. Heute ist es in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, dass bestimmte Lebensmittel pasteurisiert werden müssen. Dazu gehört fast jede Milchsorte, außer beispielsweise Rohmilch. Gewisse Lebensmittel wie Fruchtsaft werden pasteurisiert, da sie aufgrund des natürlichen Vorhandenseins von Mikroorganismen zu schnell verderben würden. Die Haltbarkeit von Lebensmitteln wird durch Pasteurisierung also deutlich verlängert.

So funktioniert das Pasteurisieren von Saft

Ob ein Saft pasteurisiert ist oder nicht, lässt sich vom reinen Betrachten nicht erkennen. Durch das schonende Erhitzen entsteht keine Farbveränderung und auch die Konsistenz verändert sich nicht. Das Pasteurisieren des Saftes sorgt nur physikalisch dafür, dass der Fruchtsaft haltbarer wird.

In unserer Saftherstellung bei Rabenhorst wird der gepresste Direktsaft, der die Grundlage für alle unsere Säfte ist, besonders schonend pasteurisiert. Dabei bedienen wir uns eines speziellen Pasteurisierungs-Verfahrens, bei dem der Saft auf Temperaturen von ca. 80-90°C erhitzt wird. Dieser Vorgang unterbindet nun das Vergären des Saftes. Denn durch das Erhitzen werden die natürlich enthaltenen Mikroorganismen im Saft abgetötet. Diese Mikroorganismen, auch Keime genannt, würden ansonsten den Gärungsprozess anstoßen und somit zu einem Verderben des Fruchtsaftes führen.

Exkurs: Wieso braune Flaschen?

Durch die schonende Pasteurisierung sind unsere Rabenhorst-Säfte je nach Produkt zwischen 14 und 24 Monaten haltbar. Sie sollten die Flasche trotzdem nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Tage verzehren. Vor dem Öffnen ist es ratsam, die Saftflasche an einem eher dunklen Ort aufzubewahren. Denn Sonnenlicht führt dazu, dass sich der Geschmack des Saftes verändert und Vitamine verloren gehen können. Aus diesem Grund füllen wir unseren hochwertigen Fruchtsaft nur in braune Flaschen ab, da Braunglas guten Schutz sowohl vor UV-Licht als auch vor dem kurzwelligen sichtbaren Licht bietet. So werden die Vitamine und Inhaltsstoffe optimal geschützt.

Vorteile, den Saft zu pasteurisieren

Da die Zugabe von Konservierungsstoffen gesetzlich verboten ist, setzt man Pasteurisierung zur Konservierung von Fruchtsaft ein. So kann man auf den Einsatz von Konservierungsstoffen verzichten. Durch unser sehr schonendes Verfahren des Pasteurisierens bleiben im Saft Vitamine und andere hitzeempfindliche Inhaltsstoffe weitestgehend erhalten. Auch Farbe, Geschmack und Geruch der Früchte verändern sich nicht. Unsere Säfte schmecken deshalb besonders fruchtig, zum Beispiel unsere Muttersäfte, die Sie je nach Vorliebe pur oder verdünnt trinken können.

FAQ

Was bedeutet schonend pasteurisiert?

Lebensmittel schonend zu pasteurisieren bedeutet, sie nur so lange wie nötig zu erhitzen. Denn je länger ein Lebensmittel erhitzt wird, desto größer ist die Gefahr, dass auch die enthaltenen Vitamine zerstört werden. Deshalb pasteurisieren wir bei Rabenhorst unseren Saft besonders schonend für kurze Zeit bei 80-90° Celsius.

Was ist der Unterschied zwischen Pasteurisieren und Sterilisieren?

Pasteurisieren von Lebensmitteln bedeutet, sie kurzfristig auf eine Temperatur unter 100° Celsius zu erhitzen. Damit werden viele Keime abgetötet und Enzyme gestoppt. Allerdings bleiben hitzeempfindliche Mikroorganismen bestehen. Deshalb ist zum Beispiel Saft nicht unendlich haltbar, auch wenn er pasteurisiert wurde. Sterilisieren bedeutet hingegen, dass die Lebensmittel für bis zu einer Stunde auf circa 130° Celsius erhitzt werden. Danach sind sie komplett keimfrei und so oft mehrere Jahre haltbar. Allerdings werden dabei auch Vitamine zerstört.

Welche Lebensmittel werden pasteurisiert?

Am bekanntesten ist die Pasteurisierung von Milch. Die Milch wird dabei für eine Dauer von 15-40 Sekunden auf 72-75°C erhitzt und danach sofort wieder abgekühlt. Etwa 99,5 Prozent aller Keime in der Milch werden dabei abgetötet. Pasteurisierte Milch ist im Kühlschrank bis zu 6 Tagen haltbar. Außer für Roh- und Vorzugsmilch ist die Pasteurisierung für alle Milchsorten in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Pasteurisierung wird aber auch bei anderen Lebensmitteln wie Wein, Fruchtsaft oder Bier angewandt.