Was sind Streuobstwiesen?

Streuobstwiesen werden als Anpflanzung von hochstämmigen Obstbäumen definiert, die "verstreut" in der Landschaft stehen, meist auf Wiesen, Weiden oder am Wegesrand. Durch ihren weiträumigen Stand erlauben sie eine zusätzliche Nutzung der Fläche z.B. als Viehweide. Bei den Apfelbäumen handelt es sich um alte Sorten, die intensiv im Geschmack und Aroma sind.

Der ökologische Wert von Streuobstwiesen als erhaltenswerter Bestandteil unserer Kulturlandschaft ist hinreichend bekannt. Trotz zahlreicher Initiativen und der breiten ideellen und finanziellen Unterstützung durch private und öffentliche Hand konnte der weitere Niedergang der vorhandenen Streuobstwiesenbestände nicht gestoppt werden. Entsprechend werden Streuobstwiesen in Rheinland-Pfalz in der Kategorie "stark gefährdet" der Roten Liste der bestandsgefährdeten Biotoptypen geführt.

Innerhalb kürzester Zeit wurde ein Verein gegründet, der die Bio-Zertifizierung geeigneter Streuobstflächen mit anschließender Vermarktung an das Haus Rabenhorst zum Ziel hat. Damit können einerseits die Streuobstwiesen nicht nur weiter, sondern sogar wirtschaftlicher genutzt werden als bisher und andererseits das Haus Rabenhorst seinen steigenden Bedarf an Bio-Äpfeln noch stärker als bisher aus der Region decken.

Wir werden den Verein auch in den nächsten Jahren mit großzügigen Baumspenden unterstützen, damit für jeden abgängigen Altbaum mindestens ein neuer Baum gepflanzt wird, so dass die Streuobstwiesen langfristig erhalten bleiben - was z.B. auch die zahlreichen Wanderer auf der "RheinSteig-Etappe Rengsdorf" zu schätzen wissen.